Raus aus der Überschuldung

Waren Sie schon einmal in den roten Zahlen? Haben Sie schon einmal ihr Konto überzogen? Ich nehme an, dass das schon jedem von uns einmal passiert ist. In der Regel ist dieser Zustand nicht von Dauer. Aber selbst wenn es nur für eine kurze Zeit ist: Ein gutes Gefühl hat man dabei meistens nicht. Die Erleichterung ist groß, wenn das Konto wieder ausgeglichen und am Ende des Geldes kein Monat mehr übrig ist, wie es so schön heißt. Was aber, wenn die roten Zahlen einfach nicht weggehen wollen? Wenn am Ende des Geldes zu viel Monat übrig ist? Da helfen die Nachrichten über gesenkte Zinsen der Zentralbank dann gar nichts. Da bleibt nur noch die Frage: „Wie kriege ich dieses Minus wieder weg?“

Wenn das Minus auf dem Konto zum Dauerzustand geworden ist, und die Ausgaben auf Dauer größer sind als die Einnahmen, sprechen Fachleute von Überschuldung. Gründe dafür gibt es viele: Ein teurer Herzenzwunsch etwa, den man sich erfüllt hat, ohne nachzurechnen. Die Werbung, die mit billigen Krediten lockt. Aber auch Krankheit, Scheidung oder Arbeitslosigkeit sind verantwortlich dafür, dass immer mehr Menschen überschuldet sind. Waren es im Jahr 2014 in Bayern noch etwa 730.000 Menschen, stieg die Zahl im Folgejahr schon auf 750.000. iq option app

„Das Wort, das Dir hilft, kannst Du Dir nicht selber sagen“, heißt es. Die Schuldnerberatungsstellen der Diakonie, die wir bei der Herbstsammlung 2016 in den Mittelpunkt stellen, verteilen kein Geld. Sie gleichen keine Kontostände aus. Aber sie weisen Wege aus der Schuldenfalle. Wege, die mühsam sind und viele kleine Schritte erfordern. An deren Ende aber wieder ein Leben ohne Schulden stehen kann.

Ich danke Ihnen als Spenderin oder Spender, dass Sie solche Erfolge durch Ihren Einsatz möglich machen.

 

Ihr

Michael Bammessel

Präsident des Diakonischen Werkes Bayern